Wespenplage-was tun ?

Grundsätzlich ist es falsch, Wespen als lästige Schädlinge abzustempeln, denn wie jedes andere Insekt erfüllen sie eine wichtige Aufgabe im Gleichgewicht der Na-tur. So gefährlich, wie vielfach angenommen, sind Wespen nicht. Nur wenn sie in ir-gendeiner Weise festgehalten werden, absichtlich oder auch zufällig, fühlen sie sich bedroht und machen dann von ihrem Stachel Gebrauch.

Stiche am Körper sind in der Regel nur schmerzhaft, aber nicht gesundheitsschädlich oder gar lebensbedrohend. Folgenschwer dagegen kann ein Stich in die Zunge oder direkt in die Rachenschleimhaut sein, weil durch die rasche und starke Anschwellung unter Umständen sogar der Erstickungstod droht. In Ausnahmefällen kann ein Wes-pen-, Hornissen- oder Bienenstich tödlich sein, weil durch das Insektengift ein anaphylaktischer Schock ausgelöst wird. Diesen erkennt man an einem abrupten Zu-sammenbruch des gesamten Kreislaufes infolge einer Überempfindlichkeit. Als Ursa-che für diese hochgradige Sensibilisierung werden vor Monaten oder auch Jahren erfolgte Stiche angenommen. Für gefährdete Personen empfiehlt es sich deshalb, den Rat eines Facharztes bezüglich einer Desensibilisierung einzuholen. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen folgendes:

  • Wo Wespen vereinzelt auftreten, sollte man ihnen möglichst aus dem Weg ge-hen, Ruhe bewahren und abwarten, bis der rastlose Räuber von sich aus das Weite sucht.
  • Handlungsbedarf besteht immer dann, wenn in unmittelbarer Nähe eines häufi-gen Aufenthaltsortes ein Wespennest entdeckt wird.
  • Bei unzugänglichen Stellen hilft Ihnen gerne die Feuerwehr bei der Bekämpfung des Wespennestes. Dieser Einsatz ist nicht kostenlos sondern wird Ihnen je nach Aufwand in Rechnung gestellt.
  • Ein so genannter «Wespenspray», der als Sprühbombe auf Aerosolbasis funktio-niert, ermöglicht eine gefahrlose Nestbekämpfung aus sicherer Entfernung. Wes-pen, welche in die Nähe des Strahls gelangen, verlieren augenblicklich den Stechdrang und ihren Orientierungssinn. Sie können nicht mehr ins Nest zurück-kehren und sterben schnell. Ausserdem bildet sich durch gezieltes Besprühen des Nesteingangs auf den Abflug- und Landeflächen ein insektizider Belag, der auch allfällige Nachzügler noch vernichtet. Da kein Nahrungsnachschub erfolgt, stirbt die sich noch im Nest befindliche Brut ab.

Der «Wespenspray» ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. Eine ausführliche Gebrauchsanweisung liegt der Dose bei. Bei Fragen zur Wespenbekämpfung steht Ihnen auch Ihre Feuerwehr gerne zur Verfügung.

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